Frieda - kleine Holzfigur in rosa und roten Tönen aus Eiche mit der Kettensäge geschnitzt - Detail

Frieda

Motorsägenarbeit, 2025
Eiche, Farbe
ca. 20 x 16 x 57 cm

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„Frieda“ ist ein 57 cm hoher "Engel" aus Eiche. Die Figur ist stark abstrahiert und unförmig. Über dem schmalen Oberkörper sitzt ein wuchtiger, kaum anatomisch zu erklärender Bereich vor dem Körper. Die Brust steht deutlich hervor und ist kräftig rot bemalt. Darunter führen die kurzen, kantigen Beine zu übergroßen, klobigen Füßen. Der Kopf ist nur grob ausgearbeitet. Ein dunkler Bereich deutet das Gesicht an, ohne es genauer zu zeigen. In ihrer geschlossenen, etwas in sich gekehrten Haltung erinnert Frieda fast an eine Madonna. Dabei bleibt sie eine ganz eigene, unförmige und rätselhafte Figur. Vieles an Frieda ist nicht bis ins Letzte ausgearbeitet. Manche Formen sind beim Arbeiten entstanden, anderes ist dem Zufall überlassen geblieben. Doch gerade das Ungeklärte hat mich an dieser Figur fasziniert. Ich habe es aufgegriffen und weiterbearbeitet, ohne alles eindeutig machen zu wollen. Frieda muss nicht in jedem Detail verständlich sein, um eine Wirkung zu entfalten.
Als Engel auf dem Titel der Ausstellung WAS BLEIBT - WAS ZÄHLT in der Städtischen Galerie in der Harderbastei (Ingolstadt, 2026) stand sie auch für etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Vielleicht ist es gerade das Unmittelbare und Ehrliche, das am Ende zählt.