Suse ist eine zeitgenössische Holzskulptur, die Bewegung, Spannung und Verletzlichkeit in einer einzigen Figur bündelt.
Die moderne Arbeit aus Kirschbaum entfaltet eine fast tänzerische Dynamik:
Ein weit abgespreizter Fuß, ein schmaler Körper und ein bewusst zu klein gehaltener Kopf erzeugen eine starke Tiefenwirkung,
die zwischen Balance und bewusstem Kontrollverlust schwebt. Gerade diese leicht tänzerische Anmutung verstärkt den Eindruck einer Figur,
die sich behauptet, ausweicht oder einen Moment innerer Dynamik sichtbar macht.
Die groben Einschnitte am rechten Arm und am markanten Fuß betonen die expressive Kraft der Motorsägenarbeit.
Sie wirken nicht wie Verletzungen, sondern wie bildhauerische Akzente, die die Figur schmücken und ihren Charakter verstärken.
Farbe wird hier nicht illustrativ eingesetzt, sondern als gestischer Impuls, der der Oberfläche eine zusätzliche emotionale Schicht gibt.
Als dynamische und bewegte Holzskulptur steht Suse für ein zeitgenössisches Verständnis von Figuration:
roh, offen, unidealisiert – und gerade dadurch voller Energie und Präsenz.
Jede Kante, jeder Schnitt und jede Proportion trägt zu einer Körperlichkeit bei, die nicht die äußere Form feiert, sondern das innere Momentum, das Bewegte im Menschen.